Aufgrund der steigenden Geschwindigkeiten sowie Achslasten auf den heutigen Eisenbahnstrecken nimmt auch die Belastung der Umgebung durch Lärm und Erschütterungen, die infolge von Unebenheiten zwischen Rad und Schiene sowie durch die dynamische Verformungen der Gleise bei Überfahrt von Schienenfahrzeugen in den Untergrund eingeleitet werden, zu.
Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen gegen den Körperschall- und die Erschütterungsentwicklung in Verbindung mit Fester Fahrbahn der Bauart RHEDA 2000® stellen die Masse-Feder-Systeme dar, deren Anwendung in dicht bebauten, vibrationsempfindlichen Gebieten besonders sinnvoll ist. Die Wirkungsweise dieser Strukturen hat sich zwischenzeitlich in einer Vielzahl von Projekten bewährt.
Die Aufgabe der MF-Systeme ist die Dämpfung der Schwingungen, die infolge von Unebenheiten zwischen Rad und Schiene sowie durch die dynamische Verformung des Gleises bei Überfahrt eines Schienenfahrzeuges in den Untergrund eingeleitet werden. Diese Schwingungen verursachen in der an die Gleise angrenzenden Bebauung einerseits Erschütterungen, anderseits versetzen sie deren Bauteile in Vibrationen, was zur Belästigung durch sekundären Luftschall führt. Bei der Auslegung solcher Systeme werden die Eigenschaften der Vergrößerungsfunktion von Einmassenschwingern genutzt.
In Abhängigkeit von den jeweiligen Anforderungen an das Gleis werden leichte, mittelschwere oder schwere Masse-Feder-Systeme eingesetzt. Je nach dem, welches MF-System eingesetzt wird, ist auch die entsprechende Lagerungsart zu wählen: Handelt es sich um ein leichtes MF-System, so findet häufig eine Flächen- bzw. Streifenlagerung mit Elastomermatten Anwendung. Einzellager dagegen (Elastomerblöcke, Stahlfeder) werden zumeist in schweren MF-Systemen verwendet. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen sind Masse-Feder-Systeme für jedes einzelne Projekt individuell auszulegen und zu gestalten. Folglich lassen sich auch keine allgemein gültigen Konstruktionsformen festlegen. Im Folgenden sind für die wichtigsten Einsatzfälle jeweils typische Lösungen angegeben. Dies schließt nicht aus, dass bei konkreten Projekten andere Umfeldbedingungen gegeben sind, die zu entsprechenden Anpassungen führen.